Versteh die Vergessenskurve
Mehr als die Hälfte des Gelernten verschwindet innerhalb von 24 Stunden. Der entscheidende Punkt: Das Vergessen wird mit jeder Wiederholung langsamer. Nach der ersten Wiederholung hält ein Wort Tage durch, nach der nächsten Wochen. Deshalb wirken Wiederholungen verteilt besser als geballt.
Plane deine Intervalle: gleicher Tag → 3 Tage → 1 Woche → 1 Monat
Eine einfache Regel schlägt die perfekte Formel. Schau dir ein neues Wort am selben Tag vor dem Schlafengehen noch einmal an, dann nach 3 Tagen, 1 Woche und 1 Monat. Fällt dir ein Wort sofort wieder ein, verlängere das Intervall; fällt dir gar nichts mehr ein, verkürze es wieder.
Ruf es ab — lies es nicht bloß noch einmal
Eine Liste erneut durchzulesen ist keine Wiederholung, sondern Sightseeing. Deck die Bedeutung ab und versuch, sie abzurufen — und dann umgekehrt: Sieh nur die Bedeutung und sag das Wort. Erinnerungen, die du dir mühsam hervorholst, bleiben am längsten. Fehler sind völlig okay — gerade der Fehlversuch ist das stärkste Lernsignal.
Automatisiere Wiederholungen mit Quizzen
Der größte Feind von Spaced Repetition ist Reibung. Wenn deine gespeicherten Wörter zu Quizzen werden, bekommst du aktives Abrufen, ohne entscheiden zu müssen, was du wann wiederholst. Play von juin verwandelt deine Wortliste direkt in Spiele — fünf Minuten Spielen am Tag werden so zu deiner Wiederholungsroutine.
COMMON MISTAKES
Typische Fehler bei Spaced Repetition
Alles an einem Tag pauken wie am Abend vor der Prüfung — kurzfristig steigen die Ergebnisse, aber nach einem Monat ist das meiste weg. Mit den Augen überfliegen und dem Gefühl vertrauen, es zu können — ohne Abrufen wird das Gedächtnis nicht gestärkt. Die falsch beantworteten Wörter löschen — genau diese Wörter brauchen kürzere Intervalle und eine weitere Begegnung.
In juin.com öffnen
Wörter, die du in Search speicherst, werden in Play zu Quizzen. Eine Runde heute Abend mit den Wörtern von heute, eine weitere am Wochenende — und Spaced Repetition hat begonnen.